Hier erfahren Sie, was Legasthenie und LRS sind - und auch, was man dagegen machen kann!
Ob Ihr Kind eine Lernschwäche hat, eine Teilleistungsschwäche vorliegt oder es Legastheniker ist, lässt sich unter anderem an folgenden Punkten erkennen:

  • Schwierigkeiten beim Erlernen sogenannter "Kulturtechniken" (lesen, rechnen, schreiben)
  • viel und langes Üben hilft nichts
  • Buchstaben und/oder Zahlen verschwimmen, obwohl der Augenarzt keine Sehschwäche feststellen kann
  • teilweise treten Hörschwächen auf, obwohl der HNO-Arzt nichts bestätigen kann
  • Ihr Kind wirkt unruhig, überaktiv oder plötzlich zurückgezogen, überempfindlich
  • das Selbstbewusstsein Ihres Kindes nimmt ab, es traut sich nichts mehr zu
  • Sehen Sie in einem oder mehreren Punkten Ähnlichkeiten mit Ihrem Kind, sollten Sie sich mit dem Thema Legasthenie auseinandersetzen. Mehr Klarheit bringt Ihnen auch unser Legasthenie-Schnelltest oder ein Erstgespräch direkt bei einem unserer EREL-Trainer!
Im deutschen Sprachraum unterscheidet man zwischen Legasthenie und LRS. Unter LRS wird eine erworbene Lese-Rechen-Schreibschwäche verstanden. Es wird vermutet, dass bei der Legasthenie die Ursachen hauptsächlich im genetischen Bereich liegen, und sie auch durch Vererbung weitergegeben werden kann. Nach wie vor ist sich die Wissenschaft über die genaue Abgrenzung uneins. Wichtig ist, dass die individuellen Bedürfnisse des Kindes erkannt werden und darauf das Training aufgebaut wird.
Hinter den Blockaden bei der LRS liegen im Allgemeinen psychische oder physische Ursachen, familiäre Probleme, Lerndefizite, Minderbegabung, etc. Sie äußert sich darin, dass ohne differenzierte Sinneswahrnehmungen häufig Fehler auftreten. Abhilfe kann man durch vermehrtes Symptomtraining schaffen, wobei eine Unterstützung im seelischen und emotionalen Bereich häufig angeraten wird (Medizin, Psychologie, Kinesiologie, tiergestützte Therapie).
Die Legasthenie äußert sich durch Unaufmerksamkeit beim Lesen, Schreiben, Rechnen, beim Umgang mit Symbolen (Buchstaben, Zahlen), durch differenzierte Sinneswahrnehmungen und natürlich in der Fehlersymptomatik.

Differenzierte Sinneswahrnehmung heißt, dass ein legasthenes Kind beim Lernen einen anderen Verarbeitungsprozess im Gehirn durchläuft, als ein nicht-legasthener Mensch. Deshalb können unsere üblichen Lernsysteme, die auf nicht-legasthene Prozesse ausgelegt sind, bei einem legasthenen Kind auch nur bedingt greifen. Im Gegenteil: Das Beharren darauf kann beim Kind schließlich sogar zu einer Sekundärlegasthenie mit z.T. starken psychischen Auffälligkeiten führen. Das Wahrnehmungstraining im Bereich der Sinne ist ein wichtiger Faktor eines erfolgreichen Trainings, da es sozusagen das Fundament ist, auf dem die schulischen Leistungen aufbauen können. Es ist jedoch auch von eminenter Wichtigkeit, am Symptm selbst, also am Lesen und/oder Schreiben zu trainieren, und zwar abgestimmt auf den Stand, wo das Kind gerade steht. Und zu guter letzt darf man eines nicht aus den Augen verlieren: die Zeit! Legasthene Kinder brauchen einfach auch mehr Zeit!!!
Auf Grund diverser Testverfahren lassen sich die differenzierten Sinnesleistungen sehr genau festlegen. Daraufhin wird ein Übungsprogramm zusammengestellt und ein gezieltes Schreib-, Rechen- und Lese-Training vorgenommen. Diese zeigen auf, wie dem Kind der Schulalltag erleichtert werden kann. Diese sind, auch von Elternseite, relativ leicht mit dem Kind durchzuführen. Eine gewisse Konsequenz dazu ist natürlich notwendig. Auch das klassische Legasthenie-Training lässt sich mit Hilfe der Pädagogischen Kinesiologie in ihrer ursprünglichsten Bedeutung, nämlich der Lehre der Bewegung, sehr gut unterstützen, insbesondere Sekundärproblematiken kann man damit hervorragend bearbeiten.

Ein wichtiger Bestandteil beim Lernen ist die sogenannten Rechts-Links-Hirnintegration, wobei ebenfalls Techniken aus der Kinesiologie verwendet werden. Diese Übungsprogramme machen den Kindern viel Spaß, da sie stark in Spiel und Bewegung eingebunden sind. So fällt es den Kindern kaum auf, dass Sie eigentlich gerade lernen. Das Training mit unseren Pferden gibt gerade dabei auch wichtige Impulse! Erfolge zeigen sich schneller, und das Wichtigste überhaupt: Ihr Kind hat Spaß am Lernen!