Der absolute Booster für besseres Rechnen

Zöpfe flechten

Zöpfe flechten, Fingerstricken, Schuhbänder knüpfen, Knöpfe annähen… für besseres Rechnen?

Du fragst dich jetzt wahrscheinlich, was das alles mit Rechnen zu tun haben soll? Irgendeine Idee?

Ich denke, so einiges fällt dir sicher ein:

  • die Strähnen sollen ungefähr gleich dick sein beim Zöpfen,
  • die Maschen beim Stricken kann man zählen,
  • die Schuhbänder sollen vielleicht gleich lang sein
  • die passenden Knöpfe sollen gefunden werden, man könnte Mengen damit bilden, nach Größe sortieren…

Ja, das sind schon super Ideen und auch die helfen tatsächlich mit, dass sich das Rechnen verbessern kann.

Kein Rechenzentrum – wissenschaftlich erwiesen

Ich will dir aber heute etwas anderes zeigen. Das sind ziemlich neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die man bekommen hat, als man sich in den vergangenen Jahren auf die Suche nach dem Rechenzentrum im Gehirn gemacht hat.

Und siehe da: es gibt gar keines!

Trotzdem können wir aber rechnen, irgendwie muss es also gehen und irgendwo im Gehirn muss es funken, damit wir zu den – hoffentlich – richtigen Rechenergebnissen kommen.

Und genau: das tun tatsächlich unsere Sinneszentren – und ganz zuerst funken die Areale für die Fingermotorik, für das Greifen, Klammern und Zeigen. Bei jedem von uns – egal, ob du ein guter oder langsamerer Rechner bist, diese Gehirnareal sind immer am Werk.

 

fingermotorik
fingerübungen

 

Je flinker die Finger, desto besser das Rechnen

Das ist doch interessant, nicht wahr? Im Zuge dieser Studien hat sich auch gezeigt, dass die Rechenleistung tatsächlich auch in einem sehr hohen Maß von der Entwicklung dieser Areale abhängig ist. Das heißt, je besser diese Areale vernetz sind, desto besser die Fingermotorik und desto besser die Rechenleistung!

Deshalb ist es enorm wichtig, mit Kindern schon frühzeitig zu beginnen, die Fingerfeinmotorik auszubilden. Das ist ja auch gar nicht schwer: Kinder wollen ja greifen und BEGREIFEN – man muss sie nur lassen!

Je häufiger mit ganz vielen verschiedenen Dingen, vor allem Naturmaterialien, oder auch Werkzeugen hantiert wird, zielgerichtete Bewegungen durchgeführt werden, desto besser vernetzen sich die Fingerareale in- und miteinander.

Das ist die Grundlage für gutes Rechnen!

zwirbeln
zwirbeln

Deshalb mein Rat: Smartphone weg, raus in den Wald, auf die Wiese, in den Haushalt (JA, unsere Kinderlein dürfen ruhig ein wenig mitarbeiten, dafür müssen sie dann weniger Üben 😉 ). Zöpfen und knüpfen nach Herzenslust, Dinge anbinden, Werkzeuge einsetzen, ein Musikinstrument spielen lernen ….. damit Rechnen leichter werden kann!

Die Weihnachtszeit bietet sich sowieso an für Fingerübungen verschiedenster Arten. Basteln von Strohsternen zum Beispiel, oder Kekse backen!

Viel Spaß, eure Andrea

 

PS: Die Studien, auf die ich mich beziehen, liegen mir vor und werden im Rahmen unserer Ausbildungen auch gerne weitergegeben und mit vielen Übungen und Spielen hinterlegt! Infos zu unseren Lehrgängen findest du hier: https://lernenmitpferden.at/lehrgaenge/